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missio_ebooks_01_2015

missio magazin 1/2015 33 hingepinselt ausgerechnet Illustration:JürgenWübben OBDACHLOSE ... 1000000000... und andere Menschen, die in unzu- reichenden Unterkünften wohnen, gibt es weltweit. Davon haben 100 Millio- nen noch nicht einmal eine eigene Be- hausung, sondern leben in Hauseingän- gen, Verschlägen, am Rand von Müll- bergen oder in der Kanalisation. In In- dien ist es üblich, dass Menschen, die sich auf Treppenabsätzen der Hausein- gänge niedergelassen haben, einfache Arbeiten verrichten müssen. Das ist dann ihre Miete. Andernfalls werden sie vertrieben. Viele Obdachlose leiden neben materieller Armut auch an Ver- einsamung. Ein weiteres Problem ist die Sorge um einen sicheren Schlaf- platz. Nicht nur das milieubedingte kriminelle Umfeld erschwert dies, son- dern auch die Gesellschaft der Wohlha- benden. Ein erschreckendes Beispiel kommt aus London, wo Hausbesitzer Nischen von Hauseingängen mit Sta- cheln versehen haben, um Obdachlosen keinen Schlafplatz mehr zu bieten. Der Aufschrei in den Medien war groß, und die Stacheln wurden wieder entfernt. Aber längst planen Architekten Bauwer- ke so, dass sich dort kein Obdachloser mehr niederlassen kann: ein bisschen Stacheldraht hier und ein paar Blumen- kübel dort. Die wirkliche Absicht wird hübsch verschleiert. Der weltweite Trend hat auch einen Namen: Anti Homeless Architecture. Illustration:XXXXX missio magazin 1/201533

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