Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

missio_ebooks_01_2015

missio magazin 1/201540 Brücke in eine andere Welt: Nur in der Trockenzeit ist Chiawa mit dem Auto erreichbar. In der Krankenstation ver- arztet Krankenschwester Laika Nyadawo, 43, kleinere Verletzungen (u.). Schwerer Verletzte fahren die Lodgebetrei- ber in den nächsten größeren Ort. >> Heute Nacht haben sie abwech- selnd Wache geschoben. Nach ver- dächtigen Geräuschen gelauscht. Die ersten Stunden hat Starfred Chimwanja, 56, übernommen. Da- nach seine Ehefrau Mebo. Seit Wo- chen geht das so. „Der Mais ist reif. Wenn wir heute abend schlafen ge- hen, ist das Feld morgen früh kahl gefressen“, sagt Starfred. Also liegen Starfred und seine Frau wach, be- waffnet mit einem Gewehr, um Warnschüsse abzugeben, und mit Trommeln, an die sich die nächtli- chen Eindringlinge längst gewöhnt haben: Elefanten, Stachelschweine, Flusspferde und Paviane, die dem Duft der reifen Ähren aus dem Na- tionalpark am unteren Sambesi in die Ansiedelungen der Bauern außerhalb des Parks folgen. Und dort eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Bauern des Örtchens Chiawa, das in der „game management area“, also dem Gebiet der Wildbewirtschaf- tungrundumdenNationalparkliegt, sind nicht gut zu sprechen auf die Wildtiere. In ihren Augen schlägt die Waage eindeutig zugunsten einer Seite aus: der der Tiere. Noch ist Regenzeit. Nur einzelne Safari-Touristen sind da. Bei schlech- tem Wetter verwandeln sich die ungeteerten Straßen in Schlamm- löcher und sind auch für Allrad- fahrzeuge nicht passierbar. Zwei Autostunden trennen Chiawa bei guter Witterung von der sambischen Hauptstadt Lusaka. Bei Regen ist es eine abgeschottete Welt für sich. In ein paar Wochen, wenn die Regenzeit vorbei und die Straßen be- fahrbarer sind, werden die Urlauber kommen und die Lodges füllen, die sich entlang des zäh fließenden Sam- besi wie Perlen an einer Schnur rei- hen. Ab 200 Dollar aufwärts kostet dort eine Übernachtung. Anreise per Schnellboot über den Sambesi. Für viele hier sind die Besucher eine wichtige Einnahmequelle. So für Dasmat. Der Vierzigjährige mit der Kalaschnikow in den Händen ist bei einer der Lodges angestellt und begleitet Safari-Touristen auf ihren Touren. Angesichts der derzeit noch leerstehenden Luxusbauten auf Stel- zen ist er in seinem Zweitjob be- schäftigt: „Ich schütze die Tiere vor den Menschen, das heißt, vor den Wilderern. Und die Felder der Men- schen vor den Tieren.“ Wie gut das Wachmännern wie Dasmat gelingt, die dafür von der ZAWA, der sambischen Wildtier- vor ort sambia

Seitenübersicht