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missio_ebooks_01_2015

missio magazin 1/2015 45 Was ich hier aufgebaut habe, hätte ein Ortsansässiger nicht geschafft. Warum? Weil beim ersten Erfolg seine Verwandten vor der Tür stehen und die Aufteilung der Gewinne for- dern.“ Fr. Paul nickt, als der Farmer das sagt. Vier Jahre hier haben ihn ge- lehrt, dass er für kleine Fortschritte dankbar sein muss. „Meine Hoff- nung ist, dass es der nächsten oder übernächsten Generation gelingt, dass nicht mehr nur wenige vom Tourismus der Reichen in den Parks profitierenunddieanderenbilligeAr- beitskräfte sind und ums tägliche Überleben ringen. Und dass wir dabei die Wildtiere überleben lassen.“ Eine große Herausforderung für die Leute von Stammeschefin Mambo. Nicht von ungefähr bauen chinesische Fir- men im Eiltempo Straßen: Kupfer und Gold liegen in den Hügeln Sam- bias. Auch auf dem Land, das Starfred Chimwanja und seiner Frau Mebo gehört. Eine Unterschrift auf einem Kaufvertrag und die Nachtwachen im Maisfeld wären Geschichte. Was das für die Wildtiere bedeutet, steht auf einem anderen Blatt. „Das schrecklichste Raubtier ist der Mensch“, sagt Davie Visser und lässt den Blick über den breiten Strom hinweg streifen, hinüber nach Simbabwe. << Die Elfenbeinwilderei dezimierte Afrikas Elefanten im Jahr- zehnt zwischen 1979 und 1989 von über einer Million auf rund 600.000 Tiere. Heute gilt nur ein Bestand von rund 130.000 Tieren als gesichert. Da Japan und China 1999 und 2008 Ausnahmen vom internationa- len Handelsverbot erwirkten, nahm das blutige Geschäft mit den Stoßzähnen wieder zu. Sambias Vorstoß von 2010, etwa 100 Tonnen Elfenbein nach Asien zu exportieren, scheiterte. Wildtierschützer atmeten auf. Mit 20 Nationalparks (65.000 Quadratkilometer Fläche) und 36 „game management areas“ , Gebie- ten mit Wildtierbewirtschaftung (167.000 Kilometer Fläche) widmet Sambia rund 40 Prozent seiner Fläche der Bewahrung der Wildtiere. Sambia ist das Beispielland beim Afrikatag 2015. Ursprünglich wurde die Akti- on im Jahr 1890/91 von Papst Leo XIII. ins Leben gerufen, um die immer noch fortbestehende Sklaverei in Afrika zu bekämpfen. Heute wird mit der Kollek- te am 4. und 6. Januar 2015 vor allem in die Ausbildung kirchlicher Mit- arbeiter investiert, die sich um das Wohl der Menschen in den verschiede- nen Ländern Afrikas kümmern. missio München arbeitet seit vielen Jahren mit der Kirche in Sambia zusammen. Informationen zum Afrikatag gibt es im Internet auf www.missio.com und bei Dr. Michael Krischer, Tel.: 089- 5162-247 und m.krischer@missio.de elefanten/afrikatag> missio magazin 1/201545

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