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missio_ebooks_01_2015

wieder auf eigenen Füßen stehen und nach vorne schauen.“ Viele Überlebende seien je- doch schwer gezeichnet von den schrecklichen Ereignissen. Victor Gocela hofft deshalb auf die Symbolkraft des Papstbe- suches. Der Papst werde auf den Philippinen wie ein Heiliger verehrt. „Sein Besuch wird ein monumentales Ereignis, das auf wundersame Weise den am Bo- den zerstörten Menschen wieder Hoffnung und Zuversicht geben kann.“ Von den Überlebenden be- fanden sich nach Angaben der Vereinten Nationen Anfang November 2014 noch 4760 Menschen in Zelten und weite- re 19700 in anderen Notun- terkünften. Bisher sind 6340 Todesopfer bestätigt worden, mehr als 1000 Menschen wer- den immer noch vermisst. << Ch. Selbherr missio magazin 1/201550 wiedersehen in philippinen >> Mit Spannung und großer Vorfreude erwarten die Men- schen auf den Philippinen den 17. Januar 2015. An diesem Samstag wird Papst Franziskus auf dem kleinen Daniel Z. Ro- mualdez-Airport von Tacloban landen und eine Freiluftmesse feiern. Genau dort, wo vor etwas mehr als einem Jahr der schreck- liche Taifun Haiyan (auf den Philippinen bekannt als Yolan- da) mit am heftigsten wütete. „Auf dem Flughafengelände gibt es Platz für etwa 200 000 Menschen,“ erklärt ein Sprecher der Erzdiözese Palo, zu deren Gebiet auch Tacloban gehört. Nach der Messe werde eine Autokolonne mit dem Papst die etwa 30- bis 40-minütige Strek- ke bis zur Kathedrale von Palo zurücklegen. Die Kathedrale wurde durch den Taifun schwer beschädigt, inzwischen sind die Schäden wieder ausgebessert. Auf dem Kirchhof befindet sich auch ein Massengrab, in dem mindestens 400 Todesopfer beer- digt wurden. „In Palo wird der Papst mit einigen Überlebenden des Taifuns gemeinsam zu Mit- tag essen,“ erklärt die Diözese. Eine schöne Geste der An- teilnahme und des Respekts, die den Menschen die schwere Zeit ein wenig erleichtern soll. Für die offiziellen Gastgeber ist das eine Gelegenheit, sich in günsti- gem Licht zu zeigen. Überlebende wehren sich gegen Umsiedlung Im Vorfeld des Papstbesuches hat es aber auch schon reichlich Unmut gegeben. Unter den Überlebenden ging das Gerücht um, dass einige von ihnen aus ihren Unterkünften ausziehen und in andere provisorische Quartiere umsiedeln sollten. Vor allem Remedios Petilla, Ober- bürgermeisterin von Palo, der Nachbarstadt von Tacloban, soll dafür verantwortlich sein. „Sie will nicht, dass der Papst sieht, wie die Opfer des Taifuns wirk- lich leben,“ sagte ein Überleben- der einer lokalen Zeitung. Die Bürgemeisterin ließ demen- tieren. Auf dem Weg vom Flugha- fen nach Palo wird der Papst auch an dem Dorf Candahug vor- beifahren. Die Siedlung war völ- lig zerstört, aber nun sind die Bewohner gerade dabei, sie wie- der aufzubauen. Hilfe erhalten sie dabei von den Salesianern Don Boscos. „Wir werden bis zum Januar schon 180 neue Häuser fertig gestellt haben,“ erklärt Projektingenieur Victor Gocela. „Damit können die Menschen Fotos:FritzStark,www.papalvisit.ph TACLOBAN Der schreckliche Taifun Haiyan/Yolanda brach am 8. November 2013 über die Philippinen herein. Sturm und Flutwellen verwüsteten ganze Städte. Doch der Wiederauf- bau geht voran. Trotzdem leben noch Tausende Men- schen in Zelten und Notun- terkünften. Im Januar 2015 bekommen sie Besuch – von Papst Franziskus. Willkommen, Papst Franziskus: Kinder auf der Insel Leyte. gibt es Platz für etwa 200000

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