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missio_ebooks_01_2016

Sr. Amira Tabet leitet eine Schule an der Vormittags Flüchtlingkinder aus Syrien und Nachmittags libanesische Kinder unterrichtet werden. 20 | missio 1/2016 alte Zuhause, die Freunde von früher, das eigene Land. Das Geld war noch nie reichlich in Rouas Familie. Aber das Leben auf engs- tem Raum in den Zelten fordert seinen Tribut. An Rückkehr nach Syrien, da sind sich alle einig, ist nicht zu denken. Immer noch wachen die Kinder auf ihren Ma- tratzen in den Zelten nachts wegen Alp- träumen auf und immer noch verlassen Syrer ihr Land. Deutschland und Europa sind bei den Zeltbewohnern der Bekaa-Ebene aber auch nicht im Gespräch. Wohl, weil man seit Jahren hier gearbeitet hat, die glei- che Sprache spricht, ein wenig zu Hause ist. Und vielleicht auch, weil da, wo die Ebene endet, schon die Berge sind, hin- ter denen die alte Heimat liegt. Ghassam Habchi ist Landbesitzer in der Bekaa-Ebene. Er baut Tabak an, aber auch Trauben, Oliven und Nüsse, denn vom Tabak allein könne man nicht mehr leben. Sieben Arbeiter aus Syrien arbei- ten für ihn. Ihre Zelte sind auf Land auf- geschlagen, das ihm gehört. Noch be- schäftigt ein Vorfall, der sich in derWoche zuvor ereignet hat, die Gemüter: Vier halbwüchsige Syrer waren nachts auf einem Motorrad unterwegs, ohne Licht,ROUA NAYEF, 12, verließ mit Eltern und Geschwistern ihr Dorf in der Nähe der syrischen Stadt Yabroud.

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