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missio_ebooks_01_2016

20 km N M I T T E L - M E E R Tripoli Deir El Ahmar Al Nabk Tartus Hermel Homs Sidon Tyros Dschazzin Zahle Baalbek BEIRUT Damaskus ISRAEL SYRIEN SYRIEN LIB A N O N M I T T E L - M E E R TripoliTTT Deir El AhmarEl AElEl Al N TartusTTaTa Hermele HomHommHommmHom Baalbekbealblb SYRIEN A N OOOO NNTÜRKEI SYRIEN ÄGYPTEN LIBANON MITTEL- MEER heitslage zu prekär ist. Entführung von Ausländern und Erpressung der Ange- hörigen um Lösegeld gehören zu den be- liebten einkommensschaffenden Maß- nahmen. Dementsprechend ausländer- frei sind die Straßen. In den Geschäften von Baalbek sieht man auch, warum die Antwort der syri- schen Flüchtlinge auf die Frage, seit wann sie im Libanon sind, immer gleich ist: „Wir sind seit 2011 hier, weil wir für unsere Rechte demonstrierten und nicht mehr bleiben konnten.“ Auf den Straßen von Baalbek werden die Matratzen und Öfen, die die Mitarbeiter der Vereinten Nationen auf solche Antworten hin ver- teilen, verkauft. So wird die richtige Ant- wort zum Zubrot. Schön ist das nicht, aber menschlich. Als irakische Flücht- linge noch in Damaskus Zuflucht gefun- den hatten, war das gleiche Phänomen zu beobachten. „Darum ist es auf lange Sicht wichtig, die Leute und die Verhältnisse zu ken- nen, wenn man effizient helfen will“, sagt Sr. Amira Tabet“. All die schnelle Nothilfe war nötig. Aber nun müssen wir den Kin- dern Bildung ermöglichen und vor allem schauen, dass wir die Gesellschaft hier stabil halten können, denn sie steht vor einer Zerreißprobe“. A Die Schwestern vom Guten Hirten haben seit 2006 Kindern aus armen libanesi- schen Familien Nachhilfeunterricht und Förderung zukommen lassen. Mit dem Krieg in Syrien haben sie die Flücht- lingskinder integriert: 450 Kinder finden derzeit einen Platz an der hochgeschätz- ten Schule, können dort duschen, erhal- ten warme Mahlzeiten und werden in Kleingruppen kindgerecht gefördert. 21missio 1/2016 | und prallten mit einem Auto zusammen: ein Toter und drei Verletzte. „Das ist fürchterlich, und sicher, man muss solche Dinge in den Griff bekommen. Das sind eben junge Menschen, das kommt vor“, sagt Habchi. In Deir el Ahmar, hat man den Eindruck, behalten der kühle Kopf und das Mitgefühl die Oberhand. Ghassam Habchi sitzt im Rollstuhl in- folge einer Schussverletzung, die er wäh- rend des libanesischen Bürgerkriegs er- litt. Des Kriegs, der von 1975 bis 1990 tobte und dessen Folgen noch heute spürbar sind. Nach wie vor ist das Land bewaffnet, ist jedes Dorf bewaffnet. In der Bekaa-Ebene trennt eine Tankstelle die Felder der Christen von denen der Schiiten. Hinter der Tankstelle beginnt Hisbollah-regiertes Territorium. Dort liegt das berüchtigte Palästinensercamp, in dem 1975 der Krieg seinen Anfang nahm, und in dem noch heute gesuchte Terroristen Unterschlupf finden, Waf- fenhandel und Drogenlabore florieren, weil die libanesische Polizei sich nicht hineinwagt. Dort liegt auch Baalbek, mit seinen großartigen Venus-, Jupiter- und Bacchustempeln aus römischer Zeit. Und dem berühmten Festival, das 2014 und 2015 nur teilweise und unter starkem Po- lizeischutz stattfand, weil die Sicher- MISSIO-HILFE IN DEIR EL AHMAR:

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