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missio_ebooks_01_2016

3missio 1/2016 | Gott wird Mensch und der Mensch wird dadurch wieder seiner ursprünglichen Bedeu- tung zugeführt, nämlich, dass wir Abbild Gottes sind. Das dürfen wir an Weihnachten in ganz be- sonderer Weise feiern. Im Kind in der Krippe strahlt uns dieses Geheimnis entgegen. Es wird ein- gebettet in die Wirklichkeit des menschlichen Alltags, der nicht immer von Glücksmomenten und gelungenen Begegnungen geprägt ist. So dürfen wir nicht nur auf dieses Kind in der Krippe schauen, sondern wir dürfen dieses anfängliche Lächeln verwandeln in eine gut gelebte Beziehung zu Jesus Christus. Wenn uns das gelingt, dann können die Strahlen der Begeisterung und der Ver- wandlung, die vom Stall in Bethlehem ausgehen, auch unseren Alltag erreichen, ihn verändern und zu einem Miteinander führen, aus dem heraus wir als Christen diese Welt gestalten können. Da gilt es in verschiedensten Bereichen aufmerksam zu sein und Konsequenzen für das eigene Handeln daraus zu ziehen, so dass bei all unserem Tun immer die dem Menschen von Gott geschenkte Würde, in den Mittelpunkt zu stellen. Da ist die allgegenwärtige Flüchtlingskrise im Libanon und auf dem afrikanischen Kontinent eine Wirklichkeit, die uns nicht gleichgültig lassen kann, weil hier Menschen oft einfach unwürdig behandelt werden. Konkrete Hilfen vor Ort, wie wir sie zusammen mit den Partnern verwirklichen können, sind da ebenso notwendig, wie die Hilfe hier im Bewusstsein, dass wir eine weltweite Kirche sind und miteinander verbunden sind. So bietet uns dieses Heft die Möglichkeit weihnachtliches Geschehen nicht nur im Blick auf die eigene unmittelbare Umwelt wahrzunehmen, sondern das Wirken Jesu Christi in dieser Welt wahrzunehmen und auch mitzugestalten. Das ist eine schöne und wichtige Aufgabe, und ich freue mich, dass mit dieser Ausgabe des missio magazins seit genau 10 Jahren hier gute, qualitätvolle und kontinuierliche weltkirchliche Arbeit geleistet wird. Mein Dank gilt an dieser Stelle der Redaktion, Fotografen und der Grafik, so wie unseren Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien, die immer wieder bereit sind, ihren Alltag mit uns zu teilen und so auch eine hohe Glaubenskraft spürbar werden lassen. In diesem Zusammenspiel kann gemeinsam gelebter Glaube durch die weltkirchliche Dimension beitragen das Reich Gottes erfahrbar zu machen, so wie es durch die Geburt Jesu Christi in Bethlehem seinen Anfang genommen hat. So darf ich Ihnen in diesem Sinne ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen und für das kom- mende Jahr die Erfahrung des Glaubens als gestaltende Kraft in und für diese unsere Welt. P.S.: Ich lade Sie herzlich ein, am 6. Januar in den bayerischen Diözesen und am 3. Januar im Bistum Speyer den Afrikatag zu feiern, der in diesem Jahr das Thema Flucht aufgreift. Ihr Liebe Leserin, lieber Leser, TITEL 1/2016 Unser Fotograf Jörg Böthling fotografierte das 12-jährige syrische Flüchtlingsmädchen Roua Nayef vor ihrem neuen Zuhause in der liba- nesischen Bekaa-Ebene. GRUSSWORT 1/2016 Monsignore Wolfgang Huber

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