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missio_ebooks_01_2016

Willkommen in Tanambao Nord „Kirche muss an die Ränder gehen,“ hat Papst Franziskus gesagt. Und mehr „Rand“ geht hier im Dorf Tanambao Nord fast nicht. Morgens, gleich nach Sonnen- aufgang und kurzem Frühstück, sind Peter Rego und Schwester Lova mit dem Toyota-Geländewagen in der Kleinstadt Vohilava aufgebrochen. Die Fahrt ging über eine holprige Strecke, die mehr einem getrockneten Flussbett glich, als einer festen Straße. Nach drei Stunden war der Weg zu Ende. „Wir müssen zu Fuß weiter,“ hatte Peter Rego gesagt. Ohne kundige Begleiter wäre Tanam- bao kaum zu finden. Wie gut, dass eine Handvoll junger Männer schon aus dem Dorf entgegengekommen war. Sie zeig- ten den Weg über Bergkämme. Sie kann- ten genau die seichten Stellen im Fluss, die zu Fuß noch zu meistern sind. Und sie nahmen den Gästen ihr Gepäck ab. Nicht, weil sich die Kirchenleute gerne bedie- nen lassen. Sondern weil es die Gast- freundschaft gebietet. Sechs Stunden Fußmarsch, dann ha- ben Pfarrer Peter und Schwester Lova also ihr Ziel erreicht. Einer der ersten Wege führt zum Dorfplatz, wo das Haus der Clan-Chefs, der Dorfältesten steht. „Niemand darf ein größeres bauen, als dieses,“ sagt Peter Rego. Freundlich wird er von einigen älteren Männern begrüßt. Sie zeigen ihm stolz den zentralen Platz des Dorfes – ein Holzpfahl, an dem an Feiertagen die Nationalflagge weht, ei- nige Kuhhörner, ein Steinblock. „Hier haben wir Sambatra gefeiert“, sagt einer der Männer. Dieses große Be- missio magazin 1/2016 | 33missio 1/2016 | „Kirche muss an die Ränder gehen,“ hat Papst Franziskus gesagt. Und das tut der Steyler-Missionar Peter Rego, der hier in den Bergen unterwegs ist.

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