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missio_ebooks_01_2016

schneidungsfest findet nur alle sieben Jahre statt. Zuletzt war 2014 Zeit für „Sambatra“, übersetzt: „Glück“. Es ist das Fest, das aus allen Jungen des Dorfes Er- wachsene macht. Es dauert einen Monat. Die traditionellen Religionen sind stark verwurzelt in Madagaskar. Mehr als an jeden Gott glauben die Menschen an die Macht der Ahnen, die nach dem Tod ins Reich der Geister übergegangen sind. Traditionelle Priester halten den Kontakt und legen ihre Wünsche aus. Wann pflan- zen wir Reis an, wo bauen wir eine neue Siedlung, was machen wir, wenn ein gro- ßes Unwetter bevorsteht? Und doch ist auch das Christentum fest verankert. Für die Steyler-Missionare ist diese Gegend eine besondere. Denn vor etwas mehr als 25 Jahren begannen sie in Vohilava und den umliegenden Bergdörfern mit ihrer Arbeit, die sich in- zwischen auf viele Gegenden Madagas- kars ausgeweitet hat. Der Bischof von Mananjary hatte sie gebeten, alte Missi- onsstationen neu zu beleben. Vom Dorf- platz von Tanambao aus kann man auf einen Hügel blicken, auf dem noch ein alter Glockenturm steht. Französische Missionare im Gefolge der Kolonialmacht hatten dort eine Kirche gebaut. Die Pfar- rei Vohilava hat über 70 Außenstationen wie Tanambao. „Manche Orte können wir nur ein, zwei Mal pro Jahr besuchen,“ sagt der indische Priester. Morgen steht ein großer Gottesdienst bevor: 17 Taufen und zwei Hochzeiten soll es geben. Pfarrer Peter spricht mit zwei jungen Männern. Sie heißen Patrition Daniel Maimtsolahy und Justin Jean de Dieu. Es 34 VOR ORT MADAGASKAR | missio 1/2016 Herman, 16: „Wenn ich mit der Schule fertig bin, würde ich am liebsten in die Stadt gehen und dort einen guten Beruf lernen.“

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