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missio_ebooks_01_2016

STIFTUNGSMATINÉE MIT EINDRÜCKEN AUS TANSANIA „Ist die rechtsfähige Stiftung ein Auslauf- modell?“ – mit dieser Frage befassten sich mehr als 40 Stiftungsvertreter bei der Herbst-Stiftungsmatinée der missio-Stif- tung ecclesia mundi am 14. Oktober. Auf dem Podium diskutierten Andreas Schrö- der von der Liga-Bank-Stiftung, Renate Simek von der Regierung von Oberbayern, und Rechtsanwalt Michael Stingl von der Kanzlei Steinkrüger, Stingl und Partner, über die Reform des Stiftungsrechts. Zuvor erzählte missio-Projektpartnerin Regina Andrea Mukama aus Tansania über ihren Kampf gegen die weibliche Beschnei- dung. Die frühere Grundschullehrerin tritt seit Jahren für Frauenrechte in ihrer Heimat ein und bietet Mädchen Schutz vor dem grausamen Ritual. 41 Mädchen auf der Flucht missio 1/2016 | MISSIO STIFTUNGEN PROMINENTE HILFE IM KAMPF GEGEN DIE BESCHNEIDUNG: Mit mehr als 231 000 Euro fördert „Sternstunden“, die Benefizaktion des Bayerischen Rund- funks, die Arbeit von missio-Partnerin Regina Andrea Mukama in Tansania. Mama Regina, wie sie genannt wird, setzt sich im Auftrag der Diözese Musoma für Mäd- chen und Frauen ein, die vor dem Ritual der Beschneidung fliehen. Dezember ist Beschneidungszeit „Ich bin tief beeindruckt von dieser Arbeit“, sagte Marianne Lüddeckens von „Sternstunden“ bei der symbolischen Schecküber- gabe in München. „Es ist uns ein großes Anliegen, dass diese grausame Tradi- tion beendet wird und junge Frauen nicht mehr dieses Leid erfahren müs- sen.“ Mehr als 600 Mädchen, die sich während der so ge- nannten Beschneidungs- zeit im Dezember des vergangenen Jahres verstecken mussten, fanden bei der ka- tholischen Kirche Schutz. Weil sie sich gegen die Beschneidung wehrten, konnten viele von ihnen nicht mehr in ihre Familien zurückkehren. Das Zentrum „Jipe Moyo“ („Fass dir ein Herz“) betreut Mädchen, die von ihren Familien verstoßen wurden. Sie können dort wohnen und bekommen Unterricht. „In Zukunft wollen wir noch mehr Mädchen Unterricht geben, damit sie eine gute Schulbildung bekommen. Bildung ist der Schlüssel für eine bes- sere Zukunft,“ sagt Bischof Michael Msonganzila, der Bischof von Mu- soma. Darüber hinaus gibt es Aufklärungsprogramme, in denen über die gesundheitlichen Folgen des Rituals informiert wird. „Wir müssen versu- chen, alle relevanten Gruppen der Gesellschaft anzusprechen: Die Eltern, die Stammesältesten, aber auch die Politik,“ sagt Bischof Msonganzila. „Dass der Bischof voll hinter dem Projekt steht, gefällt mir besonders“, sagt Marianne Lüddeckens von „Sternstunden“. „Das ist ihm unheimlich hoch an- zurechnen und gibt dem Projekt noch eine ganz andere Dimension.“ Michael Mson- ganzila war der erste Bischof in Tansania, der sich öffentlich für ein Ende der Be- schneidung ausgesprochen hat. „Mama Regina“ Mukama ist optimistisch, dass ihr Kampf erfolgreich sein wird: „Es gibt deutliche Anzeichen dafür: Immer mehr Männer heiraten auch unbeschnit- tene Frauen. Und immer mehr Mädchen fordern lautstark ihre Rechte ein – das war bis vor kurzem noch undenkbar.“ A WAS WAR ... Aktion „Sternstunden“ unterstützt Projekt von Mama Regina j Ansprechpartnerin für Stiftungen und Vereine: Ulrike Philipp Telefon: 089 / 51 62-295 Fax: 089 / 51 62-350 E-Mail: u.philipp@missio.de als 231000 Euro fördert „Sternstunden“, die Benefizaktion des Bayerischen Rund- Telefon: 089 / 5162-295 Fax: 089 / 5162-350

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