Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

missio_ebooks_03_2012

gehen, zum Beispiel Weihnachten und Ostern. Nach der Messe gibt es immer ein gemeinsames Mittag- essen. Dabei werden Spiele gespielt, das ist ein beliebter Brauch bei den Chinesen. Diese Spiele werden von Freiwilligen der Kommunistischen Partei organisiert. Die Polizei und die Vertreter der Behörden nennen mich „Pater“, oder „Vater“. Auch in China gibt es Gesetze, an die man sich halten muss. Aber noch wichti- ger ist es, dass man Freundschaf- ten mit den Menschen pflegt. Das ist sicherer. Man muss clever sein und wissen, wo und wann man seine Karten ausspielt! << Dieser Beitrag wurde redaktionell bearbeitet und gekürzt. missio magazin 3/2012 09 ist. Und das geht so: Wir fertigen einen antibakteriellen Seiden- verband an und verbinden damit die Wunde. Die bleibt dadurch ste- ril und heilt sozusagen von innen heraus. Dazu legen wir eine Pro- these an, obwohl das erkrankte Bein noch gar nicht amputiert wor- den ist. Durch diese Konstruktion verringert sich das Gewicht auf dem betroffenen Bein. Es wird ent- lastet. Außen zieht man einen gewöhnlichen Schuh darüber, und niemand sieht die Wunde. So kann zum Beispiel einer unserer Patienten, der bei uns im Dorf lebt, weiter seine Arbeit machen: Er wohnt hier im Dorf, in der Stadt verkauft er auf dem Markt Früchte. Dabei muss er schwer tragen, aber das Bein berei- tet ihm keine Probleme. Und niemand erkennt ihn als Lepra- Kranken. Dass ich zu den Salesianern gehöre, betone ich lieber nicht; da bin ich übervorsichtig. Als Chris- ten dürfen wir keine direkte Mis- sionsarbeit be- treiben; das ist ver- boten. Aber durch unseren Dienst für die Lepra-Kran- ken haben wir uns Respekt erworben. Wir können des- halb unsere Got- tesdienste feiern und die christli- chen Feiertage be- missio Redaktion „missio magazin“ Pettenkoferstraße 26-28 80336 München redaktion@missio.de P. Roberto Tonetto arbeitet mit Menschen, die wegen Ihrer Krankheit von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Gibt es dieses Phänomen Ihrer Meinung nach auch bei uns? Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns! Wieder mobil: Mit selbstgebauten Prothesen finden die Patienten Anschluss an den Rest der Welt. stichwort gesundheit ? Fotos:RobertoTonetto 08-09-Stichwort_03-12:08-09-Stichwort_03-12 26.03.2012 15:48 Uhr Seite 9

Pages