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missio_ebooks_03_2013

missio magazin 3/2013 03 editorial 3/2013 >> nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. haben viele Berufene und Un- berufene darüber spekuliert, ob erstmals ein Nicht-Europäer zum Papst werde oder werden sollte. Wenn dies mit der Wahl von Papst Franziskus tatsächlich Wirklichkeit wurde, zeigt das deutlich die gewachsene Internationalität der Kir- che. Heute leben mehr als drei Viertel der Katholiken außerhalb Europas. Durch- aus ein Erfolg der von unserem Kontinent ausgehenden missionarischen Bewe- gung. Die Ortskirchen in Lateinamerika, Afrika, Asien und Ozeanien mögen oft- mals noch auf unsere solidarische Unterstützung angewiesen sein, aber sie sind personell unabhängig und ideell so stark, dass wir uns von ihnen manche Schei- be abschneiden können. EinschönesBeispielbietetdieRubrik„nachgefragt:“.Prof.OttmarFuchsausTübin- gen blickt zurück auf die Erfolgsgeschichte des zur Umsetzung des Zweiten Vati- kanischen Konzils geschaffenen Pastoralinstituts der südafrikanischen Bischofs- konferenz. Lumko wurde von bayerischen Missionaren und späteren Bischöfen mit Unterstützung von missio gegründet. Sie förderten Laien, die gemeinsam die Heilige Schrift lesen und selbst Verantwortung für ihren Glauben und das kirch- liche Leben übernehmen. Auf dieser Basis entwickelten sie das Modell der Klei- nen Christlichen Gemeinschaften. Von Südafrika aus kam die Bewegung in viele Länder Afrikas und schließlich nach Asien. Die Südkoreanerin Bibiana Joo-hyun Ro beschreibt in der Rubrik „Stichwort“, wie diese neue Art des kirchlichen Zu- sammenlebens in ihrer Heimat funktioniert. Von Asien wiederum kam die Bewe- gung der Kleinen Christlichen Gemeinschaften nach Europa und Deutschland. Angesichts der gravierenden Strukturveränderungen in unseren Diözesen und der Schaffung von immer größeren Pfarrverbänden oder Seelsorgeeinheiten bieten sie eine Möglichkeit, dass Kirche vor Ort lebendig bleibt. Letztlich ein zweiter Er- folg der von unserem Kontinent ausgehenden missionarischen Bewegung oder besser ein Zeichen dafür, dass wir innerhalb der weltweiten Gemeinschaft der Kirche sowohl Gebende wie Empfangende sind. In unserem Jubiläumsjahr schauen wir auch dankbar zurück auf Menschen, die die Entwicklung unseres Hauses geprägt haben. Einer von ihnen ist Johannes Neuhäusler. Norbert Göttler, der Bezirksheimatpfleger von Oberbayern por- trätiert den späteren Weihbischof der Erzdiözese München-Freising im beson- deren Blick auf seine Zeit als Präsident des Ludwig Missionsvereins während des Nationalsozialismus. Die Geschichte des Ludwig Missionsvereins ist von Anfang an geprägt von der Zusammenarbeit mit Ordensgemeinschaften. Dies ist für uns Anlass, am Sams- tag, 18. Mai, um 10.30 Uhr in München/St. Bonifaz – der Kirche, in der Ludwig I. begraben ist – mit Vertretern von Ordensgemeinschaften, an der Spitze Abtpri- mas Notker Wolf, Eucharistie zu feiern. Sie sind dazu herzlich eingeladen. TITEL 3/2013 Währung und Stolz der Dinka: Von klein auf bestimmt der Umgang mit den Zebu-Rindern das Leben der Volksgruppe im Südsudan. Liebe Leserin, lieber Leser, Titelfoto:JörgBöthling Pater Eric Englert osa 02-03_Editorial_13-03:02-03_Editorial_13-03 25.03.2013 13:24 Uhr Seite 3

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