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missio_ebooks_03_2014

missio magazin 3/2014 13 >> Sie jagen Elefanten, Nashörner und Schuppentiere. Denn der Han- del mit Stoßzähnen und Horn bringt Wilderern in Afrika mehrere Tausend Dollar im Jahr ein. Nun sagen einige afrikanische Länder der illegalen Tierjagd mit einer neuen Methode den Kampf an: Mit Hilfe von Drohnen sollen die Jäger auf fri- scher Tat ertappt werden. Wildhüter in Kenia lassen sich dazu inzwischen sogar von britischen Fallschirmjä- gern schulen und auch über dem weltberühmten Serengeti-National- park in Tansania ziehen die unbe- mannten Luftfahrzeuge ihre Kreise. Unterstützung erhält Afrika dabei auch von der deutschen Bundes- regierung, die Anfang des Jahres ein Überwachungsflugzeug bereit- gestellt hat, das Informationen über große Entfernungen in Echt- zeit weitergeben kann. Nach An- gaben des WWF Deutschland ist Wilderei längst kein Naturschutz- problem mehr, sondern ein Milli- ardengeschäft mit Mafia-Struk- turen. International organisierte Wilderer-Banden ziehen in Scha- ren los, um die begehrten Tiere massenweise zu erlegen. Über 20000 Elefanten werden jährlich getötet, nur um an die Stoßzähne zu kommen. Vor allem in asiati- schen Ländern ist Elfenbein in der Oberschicht noch immer ein begehrtes Statussymbol. Mit der Kontrolle aus der Luft soll sich das jetzt ändern. Neben Militär- und Überwach- sungszwecken werden Drohnen aber auch immer mehr für andere Gebie- te in Betracht ge- zogen. So wurde im Sommer letz- ten Jahres erst- mals eine Mini- Drohne vorge- stellt,die auf Not- ruf mit einem Defibrillator an Bord bis zu 15 Kilometer weit selbststän- dig per GPS-Steuerung zum Pa- tienten fliegen kann. Auch der Online-Versandhändler Amazon so- wie die Deutsche Post AG sinnen über die Paketauslieferung per Drohne nach. Erste Testflüge gab es auch schon bei Freiburg, wo mit verpackten Schlupfwespeneiern aus- gestattete Helikopterdrohnen zur biologischen Schädlingsbekämp- fung über den Maisfeldern einge- setzt werden sollen. << >> SelbstwenndieSonnescheint,istesindenHüttender philippinischen Slumbewohner dunkel. Aus fensterlosen Wellblechwänden und dicht an dicht gebaut, dringt kaum Tageslicht in die Innenräume. Weil Strom fehlt, bringt man nun mit einer ebenso einfachen wie genialen Idee Licht ins Dunkel. Man nimmt eine gewöhnliche Pla- stikflasche, befüllt sie mit sauberem Wasser und ein biss- chen Chlor, damit das Wasser nicht trüb wird und keim- frei bleibt. Dann steckt man die Flasche in ein Loch im Dach und dichtet die Öffnung ab. Das Sonnenlicht, das nun von außen auf die Flasche fällt, wird gebrochen und erleuchtetdenInnenraummitderLeistungeiner60-Watt Glühbirne. Dieses einfache Rezept ist nicht nur genialer Stromersatz, sondern schützt auch vor fatalen Hausbrän- den. Denn nicht selten zünden die Bewohner gegen die Dunkelheit auch tagsüber Kerzen an. Jedes Jahr kommt es so zu mehreren hundert Hausbränden auf den Philip- pinen. Die Idee der selbstzubastelnden, umweltfreundlichen Flaschenlampe, die der Brasilianer Alfre- do Moser wohl be- reits vor zehn Jahren das erste Mal entwi- ckelte, ist um die Welt gegangen. Menschen aus Indien, Kambodscha, Uganda, Kenia Kolumbien und Indonesien haben die Idee ebenfalls aufgegriffen und Initiaven gestartet, um möglichst viele Slum-Häuser mit der alternativen Glüh- birne auszustatten. Auf den Philippinen heißt der Mann des Lichts Illac Diaz. Mit seiner Aktion „Liter of light“ hat der Student bereits rund 28000 Hütten im Groß- raum Manila erleuchtet. << S. Seyferth DROHNEN ÜBER AFRIKA Mit Hilfe aus der Luft soll die Wildtier-Mafia gestoppt werden Fotos:dpa(2),laif,survival EIN LITER LICHT Wie Plastikflaschen Slums auf der ganzen Welt erhellen

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