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missio_ebooks_03_2014

> kunst missio magazin 3/201420 LOHRER KARFREITAGS- PROZESSION Bereits 1658 wurde die alljährlich stattfindende Prozession urkund- lich erwähnt. Hier werden lebens- große Figuren von den Stationen des Leidens und Sterbens Jesu Christi von den Vertretern ver- schiedener Handwerksberufe, von Vereinen und Verbänden durch die Stadt getragen. Es wird weder laut gebetet noch gesungen. Nur die Stadtkapelle Lohr und die Wombacher Blasmusik spielen Trauerchoräle mit Paukenschlä- gen. Am 18. April, 10.30 Uhr am Kirchplatz in Lohr a. Main. 26. AFRICA FESTIVAL WÜRZBURG So hatte man sich das 25-jährige Jubiläum 2013 nicht vorgestellt: wegen Hochwasser entfielen viele Programmteile, die Zelte mussten geräumt, die Kosten konnten nicht eingespielt wer- den. Heuer ist zu wünschen, dass das Wetter dem größten Festival seiner Art gewogen ist. Wie immer gibt es tolles Programm, offene Bühne und jede Menge Afrika-Feeling. Vom 29. Mai bis 1. Juni. Tickets an den bekannten Vorverkaufsstellen in Würzburg und bei www.africafestival.org. bzw. 0931/150 60. NEUZA – MUSIK VON DEN KAPVERDEN Die Sängerin Neuza machte sich einen Namen mit ihren spontanen Konzerten in einer Musikkneipe auf der Hauptinsel Santiago. Ihre Musik, eine Mischung aus euro- päischen und afrikanischen Klän- gen, ist in ihrer Heimat und in Por- tugal mittlerweile berühmt. Jetzt kommt sie mit ihrer Band zum ersten Mal nach Deutschland. 18. Mai, ab 20 Uhr, Stemmer- hof, München, Plinganserstr. 6. www.stemmerhof.de bzw. 089/666 985 97. >> Auf dem Bild segnet Maria Ephraim aus Syrien, der ihre Wundertaten aufgeschrieben hat. Erstmals trägt hier eine Frau ein Handkreuz, in der anderen Hand hält sie das typische Tuch, Napula genannt. Der Stifter des Bildes heißt Gebre Eyesus. Er hat für seine Seele Zuflucht bei Maria gesucht. Die äthio- pisch-orthodoxe Kirche kennt, gleich den anderen orthodoxen Kirchen, nur die Ordination der Männer. Alle liturgischen Handlungen werden von diesen durchgeführt. Dennoch sind die Frauen überaus prä- sent, als verehrte Heilige der Vergangenheit und als aktive Mitglieder der Gegenwart. Das traditionelle Glaubenssystem wird durch das religiöse Leben der Frauen ausgefüllt. Sie integrieren die Religion in ihren Alltag. Jeder Tag der Woche ist bestimmt von religiösen Handlungen. Ge- und Verbote wie das Fasten und die Herstellung der Mahlzeiten werden den Vorgaben entsprechend befolgt. Auch die religiö- se Erziehung der Kinder zu Hause wird den Frauen überlassen. Zu den Kirchenschulen haben Mädchen allerdings selten Zugang. Die orthodoxe Erziehung tradiert die Anschauung, dass Frauen unrein und des- wegen von religiösen Handlungen ausgeschlossen sind. Sie werden als Mutter und Ehefrau angesehen, wie in jeder patriarchalischen Gesellschaft. Die ortho- doxe Tradition schafft aber paradoxerweise auch eine Möglichkeit zu ihrer eigenen Identität. Sie erfolgt über die Kirche und deren Riten, die es ihnen ermög- licht, sich Freiräume zu schaffen. << Dr. Verena Böll, Staatliches Museum für Völkerkunde München RUND UM DIE WELT Tourismusplakate aus der Samm- lung des Deutschen Historischen Museums belegen die Bedeu- tung touristischer Werbung von der Weimarer Republik über die Hitlerzeit bis zum geteilten Deutschland. Grafiker wie Otto- mar Anton, Donald Brun und Herbert Leupin bewerben mit Motiven für Schifffahrts-, Flug- und Eisenbahngesellschaften nicht nur Europa, sondern auch alle anderen Kontinente. Bis 29. Juni im Knauf-Museum Ipfhofen. www.knauf-museum.de bzw. 09323/315 28. ASYL STADTMUSEUM 50 afrikanische Figuren der Sammlung Puppentheater / Schaustellerei, vorwiegend aus Mali und Nigeria, werden erstma- lig ausgestellt. Die beiden Künst- lerinnen Pélagie Gbaguidi (Sene- gal/Belgien) und Stefanie Ober- hoff (Stuttgart) folgen den Spuren der Kolonialgeschichte. Ihre Arbeit ist geprägt vom histori- schen Kontext aus Rassismus, Religion und Politik. Bis 2. November im Stadtmuseum München. www.muenchner- stadtmuseum.de bzw. 089/233 223 70. FELIX MÜLLER: KREUZES- TOD UND AUFERSTEHUNG Die Stationen des Kreuzwegs sind zentrale Themen im Lebenswerk des Bildhauers und Malers Felix Müller. Das Museum zeigt eine Auswahl. Die früheste der Arbeiten entstand 1923, die letzte in seinem Todesjahr 1997. Durch seine Nähe zum Expressionismus geriet er während der Naziherrschaft unter Druck. Ein für die Stadt Spielberg im Bayerischen Wald produzierter Kreuzweg wurde 1937 wohl ver- brannt. Bis 27. April, Felix- Müller-Museum Neunkirchen a. Brand. 09134/908 042. Pergamentmalerei, 18. Jh, 27x 22,3 cm, Staatliches Museum für Völkerkunde München veranstaltungen ausstellungen Foto:AlexanderLaurenzo,StaatlichesMuseumfürVölkerkundeMünchen MUTTER MARIA

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