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missio_ebooks_03_2014

missio magazin 3/201426 Aber heute soll der Wiederaufbau beginnen. Von der Nachbarinsel Cebu sind junge Zimmerleute herüber gekommen. Sie haben Bauholz mitgebracht. Daraus wer- den sie nun die Dachstühle und die Einfassungen fürs Mauerwerk zimmern. Romeo Fabi und andere Männer aus dem Dorf heben gera- de die ersten 17 Fundamente aus. Im Lauf der nächsten Wochen sol- len alle 360 Familien wieder ein neues Haus bekommen. „Wir wollen Häuser bauen, die in Zukunft einem Sturm standhal- ten können,“ sagt Victor Gocela. Er betreut das Projekt im Auftrag der Salesianer Don Boscos. 25 Quadrat- meter Wohnfläche werden die Häuser haben. Das ist nicht allzu viel. Aber mehr, als die Menschen vorher hatten. Außerdem wird es einen fest betonierten Schutzraum geben, in den sich die Bewohner im Fall eines Sturms flüchten kön- nen. Nur etwa 4000 Euro kostet jedes Haus. „Dass sie aber einen so starken Taifun wie Yolanda aushal- ten, das können auch wir nicht garantieren,“ sagt Victor Gocela. Niemand kann das. Innerhalb von ein paar Sekun- den drückt plötzlich überall Wasser ins Haus von Janet Bernal. Sie ver- sucht, die Haustür aufzustoßen. Es geht nicht. Klirrend zerbersten die Fensterscheiben. Janets Mann tritt die Küchentür ein. Das Wasser steigt schon fast bis unter die Decke. Janet hält ihre Kinder fest. Sie ruft: „Wir müssen höher hinauf!“ Das Haus ihrer Nachbarn hat einen zweiten Stock und ein flaches Dach. Sie schlüpfen durchs Fenster nach draußen und klettern hinüber. Solide Häuser für die Zukunft Auch Romeo Fabi aus Canda- hug blieb bis zuletzt in seinem Haus, wie so viele. Auf den Philip- pinen sind sie an Stürme gewohnt, manche Gegenden erleben jedes Jahr einen. „Unser Hausdach wird abgedeckt, dann reparieren wir es eben wieder,“ lautet die Einstel- lung. Aber dieses Mal war alles anders. Zwar hatten die älteren Leute, sowie Frauen und Kinder Der Schock sitzt immer noch tief: Seit Jahren sind die Menschen auf den Philippinen an heftige Stürme gewöhnt. Doch der Taifun Yolan- da übertraf alles und hinterließ eine Schneise der Verwüstung, deren Spuren bis heute zu sehen sind. „Unser Haus wurde weggerissen. Wir klammerten uns an der Stromleitung fest.“ Romeo Fabi, Überlebender

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