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missio_ebooks_03_2014

„Wir müssen auch sie wahrschein- lich zu den Toten rechnen“. Bestat- tet hat man sie in Massengräbern, oft im Zentrum der Stadt neben der jeweiligen Pfarrkirche. Nie- mand kennt die genauen Opfer- zahlen. Mehr als zehntausend sol- len es insgesamt sein. Zuflucht im Krankenhaus der Benediktinerinnen Eine ganze Nacht auf dem Dach ist vergangen. Janet Bernal watet jetzt durch das Wasser. Barfuß. Sie will sehen, ob sie irgendwo etwas zu essen finden kann. Das Wasser ist ein wenig gesunken, aber es steht ihr noch immer bis zum Oberkör- per. Sie spürt, wie sie mit den Füßen an etwas stößt. Ist es ein Stein? Ein Stück von einem Blech- dach? Im Wasser treibt ein Bade- schlappen vorbei. Sie greift nach dem Schuh, und zieht ihn an. In den Tagen nach dem Taifun suchten viele hundert Überlebende verzweifelt nach Lebensmitteln und nach ärztlicher Hilfe. Das „Divine Word“-Krankenhaus der Missions- missio magazin 3/201428 „Manche Leichen haben wir zwei Kilometer weit entfernt wie- der gefunden,“ sagt Romeo Fabi. In den vergangenen Wochen wa- ren seine Nachbarn und er vor al- lem damit beschäftigt, ihr Leben wieder zu sortieren. Wer hat über- lebt? Was haben wir retten kön- nen? Wie soll es jetzt weitergehen? „Wir haben aus unserem Dorf 159 Todesfälle zu verzeichnen“, sagt Romeo Fabi. „Meine eigene Schwester ist gestorben.“ Einige werden immer noch vermisst. benediktinerinnen blieb während der gesamten Krise geöffnet. Ver- waltungschefin Sr. Sarah Gocela erinnert sich: „Die Menschen ka- men mit Schnittwunden, sie waren von herumfliegenden Trümmern getroffen worden. Wir haben ver- sucht, sie so gut wie möglich zu versorgen.“ Auch das Krankenhaus selbst wurde beschädigt. Das Dach wurde abgedeckt, das Erdgeschoss stand unter Wasser. Heute seien die Überlebenden stark traumatisiert. Notunterkunft: Noch immer müssen viele Menschen in pro- visorischen Zelten leben. Das Dorf Canda- hug nahe Tacloban wurde mit allen seinen 360 Häusern zerstört. Jetzt wollen es die Salesianer Don Boscos wieder aufbauen. Gera- de haben die ersten Arbeiten begonnen.

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