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missio_ebooks_03_2014

missio magazin 3/201430 Noch eine Frage beschäftigt ihn: Was geschieht mit den Dorfbewoh- nern, deren Häuser noch dichter am Meer standen als seines? In dem Bereich, den die Regierung jetzt zur „No Build Zone“ erklärt hat. Ein Streifen von 40 Metern darf nicht mehr bebaut werden. „Aber die Leute dort wissen nicht, wo sie sonst hingehen sollen,“ sagt Romeo Fabi. Es geht jetzt wieder aufwärts An vielen Orten in Tacloban bauen die Menschen einfach trotzdem, Verbotszone hin oder her. Die Regierung hat ihnen zwar anderswo Bauland angeboten. Aber das liegt weit weg, in den Bergen. „Was sol- len sie dort?“ fragt Romeo Fabi. „Sie wollen hier am Meer bleiben.“ Man könne aus einem Fischer kei- nen Bauern machen. „Wir befinden uns jetzt an einem ganz entschei- denden Punkt,“ sagt Projektleiter Victor Gocela in Candahug. Schaf- fen sie es, den Überlebenden des Taifuns auf Dauer ein festes, sicheres Zuhause zu geben? Oder werden die Menschen beim nächsten Sturm wieder alles verlieren? Wie sollen sie sich in Zukunft ihren Lebens- unterhalt verdienen? Bürgermeisterin Remedios Pe- tilla sagt: „Ich rechne damit, dass der Wiederaufbau noch fünf oder sogar zehn Jahre dauern wird.“ Demnächst wird der philippini- sche Präsident Aquino ein drittes Mal nach Tacloban reisen. Er will sich ein Bild von der Lage machen. Die Bürgermeisterin wird ihn in das Projekt nach Candahug einla- den. Sie will ihm zeigen, dass es wieder aufwärts geht. Endlich. „Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht wann. Aber wir werden wieder auf- bauen.“ Remedios Petilla, Bürger- meisterin „Das Wasser stand bis unter die Decke unseres Hauses.“ Janet Bernal, Überlebende

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