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missio_ebooks_03_2014

31 Bis heute weiß Janet Bernal nicht, was mit ihren Nachbarn pas- siert ist, auf deren Haus sie Rettung fand. Sie hat sie nie mehr wiederge- sehen. Aus den Trümmern ihres ei- genen Hauses haben sie sich eine provisorische Unterkunft gebaut. Ein Dach über dem Kopf, wenigs- tens. Aber es gibt noch keinen elek- trischen Strom in ihrer Gegend. Wasser holen sie sich aus der Stadt. Ihrem Mann und ihren Kindern gehtesgut.AuchJanetBernalblickt nach vorne. Sie haben überlebt. << Fast zehn Millionen Menschen waren vom Super-Taifun Haiyan betroffen, der von philippinischen Metereologen zunächst „Yolanda“ genannt wurde. Mehr als 10 000 kamen ums Leben. Die genaue Opferzahl steht wegen der vielen Vermissten noch immer nicht fest. Schon bald nach der Katastrophe erwachte auf der ganzen Welt eine enorme Hilfsbereitschaft. Damit konnte die unmittelbare Not gelindert werden. Die Verein- ten Nationen stellten Zelte bereit, Lebensmittel und Trinkwasser wurden verteilt. „Regierung, Vereinte Nationen und Hilfsorganisa- tionen müssen jetzt weiter zusammenhelfen, damit auch die ärme- re Bevölkerung vom Wiederaufbau profitiert,“ sagte vor kurzem eine Sprecherin der UNO. Zwei Maßnahmen sind besonders wich- tig, wenn ein nachhaltiger Wiederaufbau gelingen soll: der Bau von soliden Wohngebäuden, die auch einem Unwetter standhal- ten können. Und die Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Menschen möglichst schnell wieder ihren Lebensunterhalt verdienen können. Kirchliche Organisationen gehören in dem mehrheitlich katholi- schen Land zu den zuverlässigsten Akteuren des Wiederaufbaus. Zwei Beispiele aus Tacloban: Die Missionsbenediktinerin Sarah Gocela (Bild unten, links) ist Verwaltungschefin des „Divine Word“- Krankenhauses von Tacloban. Auch während des Taifuns blieb es in Betrieb und versorgte die unzähligen Verletzten. Schwester Sarahs Bruder, Victor Gocela (r.), koordiniert das Bauprojekt der Salesianer Don Boscos in Candahug, ein Dorf etwa einen Kilometer außerhalb von Tacloban. Dort wurden 360 Häuser komplett zerstört. missio magazin 3/2014 haiyan/yolanda Ein Herz für Tacloban: Überlebende bedanken sich für die Unterstüt- zung aus aller Welt. Im „Divine Word Hospi- tal“, das von der Missi- onsbenediktinerin Sarah Gocela (u.) geleitet wird, finden Verletzte und Kranke medizinische Hilfe.

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