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missio_ebooks_06_2012

missio magazin 6/2012 19 was war> +++ Rotary-Club spendet für missio-Projekt in Ruanda Der Rotary-Club München-Nym- phenburg hat 2000 Euro für ein Projekt in Ruanda gespendet. Den Club überzeugte dessen umweltfreundliche Dimension: Vinzentinerinnen unterhalten im Distrikt Nyundo im Südwesten des Landes eine Krankenstation, die dringend ein neues Dach braucht. Durch die Installation von Solarzellen auf dem neuen Dach wollen die Schwestern künftig auch Strom gewinnen. In Nyundo leiden viele Menschen an Malaria und Atemwegserkran- kungen. Die Krankenstation der Vinzentinerinnen ist für mehr als 10.000 Menschen die wichtigste Anlaufstelle. +++ Stiftungsfrühstück Die Zeitschrift DIE STIFTUNG und missio München laden in Eichstätt am 28. November zum Stiftungs- frühstück ein. Die Referenten, darunter Dr. Robert Lehmann von der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universität Eichstätt (siehe rechts), werden dabei auf den Social Return on Investment eingehen: Die messbare Rendite, die für die Gesellschaft durch das Engagement von Hilfswerken und Stiftungen entsteht. Ihre Ansprech- partnerin für Stiftungen und Vereine: Ulrike Philipp Telefon: 089 / 51 62-295 Fax: 089 / 51 62-350 E-Mail: u.philipp@missio.de > was kommt> missio stiftungen >> Wie viel Geld könnte der Staat sparen, wenn es keine soziale oder Bildungsarbeit mehr gäbe? „Dadurch könnte er gar nichts sparen, sondern das wäre im Gegenteil sogar ziemlich teuer, weil durch alle nicht durchgeführten Maßnahmen enorme Folgekosten entstehen würden“, betont Robert Lehmann von der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universi- tät Eichstätt-Ingolstadt. Der 2010 zum Dr. phil. promovierte Sozialpädago- ge weiß, wovon er spricht. Denn Lehmann untersucht den Social Return on Investment, kurz SROI, von Non-Profit-Organi-’ sationen wissenschaftlich. Der SROI bildet die „Ren- dite“ ab, die die Investition in ein gemeinnütziges Pro- jekt abwirft. Stiftungen wollen ganz genau wissen, welchen Ertrag ihre Arbeit bringt „Die Grundidee stammt aus den USA, wo Anbieter sozialer Arbeit traditionell vor der Pro- blematik stehen, dass sie vor ihren Kostenträ- gern, die oft private Stiftungen sind, darlegen müssen, warum gerade ihre Einrichtung geför- dert werden soll“, erklärt Lehmann. Nach ent- sprechenden Studien hat man dort und hier erkannt, dass die Gesellschaft tatsächlich viel zurückbekommt, wenn sie beispielsweise in Bil- dungsprojekte investiert. „Die Bemessung in Summen gelingt in einigen Teilbereichen sehr gut, in anderen ist es schwie- riger“, ergänzt der 34-Jährige, der als Sozialpäd- agoge einige Jahre mit straffälligen Jugendli- chen gearbeitet hat. So könne man beispielswei- se gut mathematisch ermitteln, wie viele Steuern und Sozialabgaben ein sozialer Träger als Arbeit- geber zahle. Auch das, was durch Sozialtranfers bei den Personen angestoßen wird, die in einem Pro- jekt begleitet werden, lässt sich oft in Euro und Cent messen: Etwa dann, wenn jemand nach einer Maßnahme eine Arbeitsstelle gefunden hat und nun selbst Steuern und Sozialbeiträge bezahlt. Man kann auch Kosten beziffern, die dadurch gespart werden, weil Menschen durch ein Projekt betreut wer- den. „Wenn zum Beispiel ein jugendlicher Straftäter vor einem Rückfall bewahrt werden kann, dann spart das enorme Gefängniskosten, die dann vielleicht nötig würden, wenn es die Maßnahme für ihn nicht gäbe“, erklärt Leh- mann. Schüler finden einen Job – das Engagement hat sich also gelohnt Schwieriger sei es, verschiedene Aspekte von Kompetenzzuwachs in Euro und Cent aufzu- rechnen. Doch auch dann, wenn zum Beispiel jemand nach einer sozialen Maßnahme erst ein- mal keine Arbeitsstelle findet, kann ein Gewinn vorliegen: Für den Betreffenden selbst und für das Gemeinwesen, das eventuell noch höhere Folgekosten spart. Bei Bildungsarbeit in Afrika, Asien und Ozeanien sieht Lehmann gleichfalls Möglich- keiten, den Social Return on Investment einzel- ner Projekte zu belegen. Hier gehe es vor allem um gesellschaftliche Erträge wie die soziale Integration oder einen Werte- oder Normtrans- fer. Bei Absolventen geförderter Schulprojekte ließe sich beispielsweise gut belegen, was aus früheren Schülern geworden sei. << G. Riffert WER IN SOZIALE PROJEKTE INVESTIERT, BRINGT ALLE IN DIE GEWINNZONE Robert Lehmann von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beschäf- tigt sich mit dem „Social Return on Investment“ – er untersucht, wie wirksam das Engagement von Hilfsorganisationen, Unternehmen und Stiftungen ist. Robert Lehmann misst die konkrete Wirkung des Enga- gements von Hilfs- werken und Stif- tungen. 18-19_StifterMue_12-06-7_NEU:18-19_StifterMue_12-06 01.10.2012 15:24 Uhr Seite 19

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