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missio_ebooks_06_2012

missio magazin 6/201220 „Jeder sah in mir nur ein wandelndes Virus“ Hier kann Thaen ein fast normales Leben führen: Sie geht zur Schule, interessiert sich für Musik und Mode und sie hat viele Freundinnen. Dass es ihr heute vergleichsweise gut geht, liegt auch daran, dass sie bei Bruder Damien Lunders Zugang zu Medikamenten hat und dass sie ausreichend zu essen bekommt. Das war früher nicht so: Nach dem Tod ihrer Mutter wurde sie in ihrem Heimatdorf ausgegrenzt und erhielt auch nicht mehr genügend Nah- rung. Ihr Überleben verdankt sie letztlich einem Arzt, der das Mäd- chen zu Bruder Damien brachte. Heute führt sie fast ein normales Leben Die Arbeit mit Jugendlichen ver- langt von Damien Lunders einiges an pädagogischem Geschick. „Sie haben Wünsche, sie haben Träu- me. Das Wichtigste ist immer, ihr Bewusstsein zu schärfen. Darin liegt unsere große Aufgabe.“ Der Missionar hat ein Team um sich geschart, mit dem er an Schu- len und in Freizeitcamps HIV-Prä- ventionsarbeit leistet. Diese Arbeit will er, auch mit der Hilfe von Leh- rern, auf die ganze Provinz Udon Thani ausdehnen. ZugleichwillerdieArbeitimHeim Ban Mae Marie für die nächsten Jahre absichern. Als vergleichswei- se kleine Einrichtung kommt er schwerer an öffentliche Gelder und hofft deshalb auch auf Unterstüt- zung aus Deutschland. Unterneh- men können sich durch das Ein- bringen von Ideen, Kompetenzen sowie durch finanzielle Ressourcen dabei ganz individuell engagieren. << K. Balbach/G. Riffert Konkret handeln: Unternehmen und Betriebe aus Deutschland können Thaen und andere Kinder in Thailand direkt fördern durch: • Medikamente: 1900 Euro • Schulgebühren, Lernmaterial und Schulwegkosten: 4150 Euro • Kleidung: 1000 Euro • Kostenübernahme für das gesamte Projekt pro Kalender- jahr: 10 000 Euro Weitere Förderprojekte, die sich den Herausforderungen von HIV/Aids stellen: www.missio.com/projekte/ Fotos:missio(3),FritzStark,privat missio unternehmerische verantwortung >> 530 000 Frauen, Männer und Kinder sind in Thailand HIV-posi- tiv. Am schwersten haben es diejeni- gen unter den 10 000 betroffenen Kinder und Jugendlichen, deren eigene Eltern bereits an der Krank- heit verstorben sind. „Jeder sah in mir nur ein wandelndes Virus“, erin- nert sich die 16-jährige Thaen an die Zeit, als sie noch nicht im Wohn- heim von Bruder Damien Lunders für HIV-positive Mädchen und Jun- gen lebte. Der Ordensmann, ein Steyler Missionar, engagiert sich seit langem in Thailand für Menschen mit Aids. Vor zwei Jahren gründete er das Wohnheim Ban Mae Marie in Udon Thani im Nordosten des Lan- des. 20 Mädchen und Jungen haben hier einen Platz für sich gefunden. EIN ZUHAUSE FÜR JUGEND- LICHE MIT HIV In Thailand kümmert sich ein Partner von missio um jugendliche Waisenkinder, die mit dem Aids-Virus infiziert sind. Sie hoffen auf Unterstützung aus Deutschland. Tanzen macht Spaß: Thaen (Mitte) hat heute Freude daran, sich für kleinere Auf- tritte traditionell zu kleiden. 20-21_CSR_Untern_12-06-RZ_neu!:20-21_CSR_Untern_12-06 01.10.2012 15:35 Uhr Seite 20

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