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missio_ebooks_06_2012

missio magazin 6/2012 37 gusto südindien >> Madurai ist eine Stadt im südin- dischen Bundesstaat Tamil Nadu. Sie ist bekannt für ihre milden Gerichte. Hier ist der Currybaum heimisch. Seine Blätter werden vor allem in Südindien und Sri Lanka sehr häufig zum Würzen verwen- det. Sie haben einen unverwechsel- baren, etwas bitteren Geschmack und ein leicht rauchiges Aroma. Fri- sche oder tiefgekühlte Curryblätter kann man mitessen, während ge- trocknete, genau wie Lorbeerblätter, vor dem Servieren entfernt werden müssen. Da getrocknete Blätter allerdings schnell an Aroma verlie- ren, sind frische vorzuziehen. Die aus bis zu zwanzig Blättchen beste- henden Fiederblätter lagert man am besten im Ganzen im Gefrierfach und zupft sie bei Bedarf ab. Sehr gut eignen sich Curryblätter zusammen mit anderen Gewürzen zur Herstel- lung einer Würzpaste, wie in die- sem Rezept beschrieben. Man kann sie sehr gut auch für vor allem in Südindien beliebte vegetarische Gerichte hernehmen. Sie sind übri- gens nicht mit dem bei uns ge- bräuchlichen Currypulver zu ver- wechseln. Dies ist eine Mischung aus unterschiedlichen Gewürzen. Curryblätter sind darin nicht ent- halten. Meistens besteht sie aus Koriander, Kreuzkümmel und Kurkuma, der sie ihre Farbe ver- dankt. Man findet gelegentlich aber auch Gewürze darin, wie Kümmel, Piment oder Galgant, die in Indien gar nicht gebräuchlich sind. Dort wird Currypulver übrigens nicht verwendet. Curryblätter finden auch in der ayurvedischen Natur- medizin ihren Einsatz. Sie helfen gegen Juckreiz, Durchfall und Erbrechen, Diabetes und bei Nie- renleiden. Frischer Curryblattsaft in die Augen geträufelt soll diese strahlend schön machen und auch gegen grauen Star vorbeugen. Ihr Einsatzspektrum ist also groß. Man kann den Curryblattbaum übrigens auch in unseren Breiten als Kübel- pflanze aufziehen. Man sollte ihn nur über Winter in einen hellen, kühlen Raum stellen. Ab Mai fühlt er sich dann draußen wieder sehr wohl. << Fotos:Fotolia(1),istockphoto(2),wikimedia curry- blätter> Currybaum, bergora koenigii, Surabhini-nimba, Familie der Rauten- gewächse 36-37_gusto_12-06:36-37_gusto_12-06 01.10.2012 16:01 Uhr Seite 37

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