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missio_ebooks_06_2014

missio magazin 6/2014 15 facetten hilfe >> Der grausame Bürgerkrieg in Syrien bewegt die Menschen in Deutschland. Viele wollen helfen. Auch bei missio sind in den vergangenen Monaten viele Spen- den eingegangen. So spendeten die Leser der Kirchen- zeitung „Pilger“ in Speyer über die Aktion “Silbermöve” insgesamt 1115 Euro. Aus der Pfarrei St. Jakobus d.Ä. in Rohrdorf kamen 1600 Euro. Die Franziskanerinnen im KlosterMariaSterninAugsburghaben10 000Euroüber- wiesen. Weitere private Spender haben ebenfalls geholfen. Die Lage im Kriegsgebiet ist unübersichtlich. Da- mit die Spendengelder sicher ankommen, arbeitet mis- sio mit P. Hanna Ghoneim zusammen. Er lebt in Wien und hält Kontakt in seine syrische Heimat. Während eines Besuchs bei missio in München berichtete P. Ghoneim über seine jüngste Reise nach Syrien. Er war unter anderem in Damaskus und Homs, und beschreibt die Lage: „Fast jeden Tag hört man von Todesopfern. Man sieht Verletzte überall. In Da- maskus herrscht Verkehrschaos. Viele Läden sind geschlossen. Der meiste Handel findet auf der Straße statt. Strom fehlt fast überall.“ In der Not helfen sich die Menschen gegenseitig, sagt der Priester: „Der Zusammenhalt zwischen Christen und Musli- men ist größer geworden.“ Die Preise für Lebensmittel seien deutlich angestiegen. Den- noch reichen etwa 35 bis 50 Euro aus, um eine Familie einen ganzen Monat lang zu versorgen. „Zwei Kilogramm Brot kosten etwa 20 Cent,“ sagt P. Ghoneim. Mit den Spenden der letzten Zeit haben er und seine Mitarbeiter – ein Netzwerk aus etwa 20 Priestern und Ordensfrauen – alleine in Damaskus 714 Familien unterstützen können. „Aber vor allem die ärztli- che Versorgung ist sehr, sehr teuer geworden.“ Für manche Operationen oder Medikamente seien bis zu 1000 Euro pro Monat nötig – damit ist für viele Kranke und Verwundete eine Behandlung fast unmöglich. Es sei denn, sie erhalten Hilfe aus dem Ausland. „Wir tun, was wir können,“ sagt P. Hanna Ghoneim. << Ch. Selbherr Fotos:missio(3),privat FIRMLINGE HELFEN STRASSENKINDERN Selbstgenähte Hüllen verschönern Gotteslobbücher >> Einmal pro Monat trafen sich die Firmbewerber aus dem Pfarrverband St. Franz-Xaver in Rottenbuch, um sich auf das Sakrament der Firmung vorzubereiten. Dabei nahmen sie sich auch eine soziale Aktion vor. „Wir haben das Glück, in einem Land zu wohnen, wo wir keine Not leiden und darum wollen wir etwas davon weiterschenken,“ beschreibt Gruppenleiterin Resi Krecu den Hintergrund der Aktion. Die fünf Firmlinge kamen auf die Idee, Einbände aus Stoff für die neuen Gotteslobbücher zu nähen und sie für einen guten Zweck zu verkaufen. Eifrig gingen die Mädchen und Jungen ans Werk und waren schon in kurzer Zeit erfolgreich: „An drei Tagen nähten wir mit Hilfe von drei Müttern 80 Hüllen,“ berichten die Firmlinge. Jede Hülle ist ein Unikat, mit eigener Farbe und beson- derem Muster. Das kam gut an in der Pfarrei. Schon bald konnte die Gruppe weitere 45 Hüllen anfertigen, weil die Nachfrage unter den Gläubigen so groß war. Am Ende stand ein Reinerlös von 1520 Euro, nach Abzug der Materialkosten blieben 1300 Euro übrig. Dieses Geld fließt nun in Projekte von missio, zum Beispiel in ein Zentrum für Straßenmädchen in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. << MUTIGER EINSATZ MITTEN IM KRIEG Zahlreiche Spenden für die Menschen in Syrien Besuch aus Rottenbuch: Mit einer tollen Aktion kamen 1300 Euro zusammen. Eine Suppenküche in Aleppo.

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