Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

missio_ebooks_06_2014

missio magazin 6/201428 linge vor allem deshalb lösen, um damit den Indern einen Gefallen zu tun. „Indien ist einer unserer ver- lässlichsten und wertvollsten Part- ner in Südasien“, erklärte Robert O. Blake Jr., der Asienbeauftragte von US-Präsident Barack Obama 2011 vor Experten für Außen- und Si- cherheitspolitik. Eine „globale, stra- tegische Partnerschaft mit Indien“, der größten Demokratie der Welt, sei für die USA Grundlage für die eigene politische und wirtschaftli- che Zukunft im 21. Jahrhundert. Deshalb bemühen sich die USA um Stabilität in Indiens Nachbarlän- dern. Nach dem Motto: „Was In- dien nützt, das nützt auch uns.“ Nepal, eingezwängt zwischen den Rivalen Indien und China, wird seit Jahren geplagt von Konflikten zwischen der Regierung und maois- tischen Rebellen. Auch im Norden und Nordosten Indiens sind die Maoisten (Naxaliten) gefürchtet. Das ungelöste Problem mit den Menschen aus Bhutan hat zusätzli- che Spannungen im Osten Nepals geschaffen – dicht an der indischen Grenze. Ähnliches gilt für das klei- am Boden sitzt, barfuß vor dem Spinnrad, kann man sich die Frau nur schwer in den USA vorstellen. Fr. Amal vermutet, dass letztlich etwa 15 000 Menschen in Nepal zurückbleiben werden. Spätestens, wenn das Umsiedlungsprogramm im Jahr 2017 abgeschlossen ist, werden die Vereinten Nationen und die anderen Hilfsorganisatio- nen ebenfalls weggehen. Wer dann noch in Beldangi und Sanischare lebt, muss sich selbst versorgen. Im April 2014 kam der 75 000. bhutanesische Flüchtling in den USA an. Bis Ende 2015 könnte die Zahl 100 000 erreicht werden. Wa- rum nehmen westliche Länder, und besonders die USA, freiwillig so viele Flüchtlinge aus Nepal auf? Die USA nehmen 100 000 Bhutanesen auf - warum? In erster Linie geht es auch bei die- ser Frage um handfeste machtpoli- tische Interessen. Die Antwort scheint weder in Bhutan, noch in Nepal zu liegen. Sondern in Indien. Vermutlich wollen die USA das Problem der bhutanesischen Flücht- Bereit für die neue Welt: Mit Sprachkursen sol- len die Flüchtlinge Englisch lernen und sich auf das Leben in Amerika einstellen. In Nepal können sie nicht bleiben, betont dieser Regierungs- mann (r.). SIE WARTEN AUF DIE AUSREISE. DER REGIERUNGS- BEAMTE SAGT: „WER JETZT NICHT AUSWANDERT, DER WIRD FÜR IMMER HIER BLEIBEN MÜSSEN.“ vor ort nepal

Seitenübersicht