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mm_ebooks_03_2017

VOR ORT BURKINA FASO Ein kleiner Fund kann viel Geld bringen. Aber die Schäden an Mensch und Natur sind enorm – zum Beispiel, weil die Goldwäscher fast das ganze Wasser des Brunnens abzapfen. kreuzt, und ihrem Vater Schande berei- tet. „Ich bin froh, dass ich jetzt hier leben kann“, sagt die 20-Jährige. Sie arbeitet in der Küche bei Ordensschwestern, die ne- benan ein Internat für Mädchen aus den Dörfern betreiben. Die meisten von ih- nen haben Ähnliches erlebt. Der Rausch um Reichtum und die Gier nach Gold versetzen das ganze Land in Aufruhr. Und nicht nur das. Auch die Na- tur nimmt großen Schaden. Jacob Lompo kommt selbst aus dieser Gegend, er kann sich noch gut erinnern, wie die Goldgrä- berstätte von Pama früher aussah. Der Wald verschwindet, das Wasser wird knapp „Hier war alles mit Bäumen bewachsen.“ Manchen Familien war der Wald heilig, er war für sie ein Ort, in dem die Geister der Verstorbenen wohnten. Ein angren- zendes Waldgebiet ist zum Nationalpark erklärt worden und steht unter staatli- chem Schutz. Doch an seinen Rändern werden immer mehr Bäume abgeschla- gen, und die Pickel und Schaufeln der Goldgräber fressen sich ins Erdreich hin- ein. „Diese Zerstörung ist dramatisch“, betont Jacob Lompo. missio 3/2017 | 19

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